Stevens Vapor

Freitag (19.10.12) habe ich mein neues Stevens Vapor einer ersten Testfahrt unterziehen können. Es handelt sich um die 2013er Variante mit innen verlegten zügen und Shimano-Scheibenbremse.

Kurzfazit: Das Teil macht Lust auf mehr!

Die lange Version: Stevens hat seinen Vapor Crosser zur aktuellen Saison aktualisiert. Stevens verbaut nun Shimano CX 75 Disc Scheibenbremsen. Ich kann keinen Vergleich zu dem Vorgängermodell mit Avid BB7 anstellen, da ich dieses nie selbst gefahren bin. Die Scheibenbremsen benötigen definitiv einige Zeit zum Einbremsen. Zunächst lag die Bremsleistung auf Niveau von guten Cantilever-Bremsen bei Nässe – also quasi keine Verzögerung. Die Hügel rund um Bad Salzdetfurth boten jedoch ausreichend Gefälle um den Bremsen ihren ersten Schliff zu verpassen. Die Bremsen sind gut dosierbar aber nicht zu agressiv. Nun bin ich aber auch nur 30Km unterwegs gewesen, so dass sich hier noch etwas tun könnte. Die Scheibenbremsen sind ein echter Fortschritt gegenüber der Vorkriegstechnik – ich meine den 1. – namens Cantilever.

Die innenverlegten Züge sorgen für ein sehr aufgeräumten Anblick, haben aber einen echten Nachteil. Der Bremszug im Oberrohr klappert wenn man sich abseits des Asphaltes bewegt – also immer. Ich werde es die nächten Tage mit etwas Sprühkleber im Oberrohr zu richten versuchen. Update folgt…

Das Vapor ist mit 9,3 Kg (Angabe Stevens) kein Leichtgewicht. Hebt man das Bike im Stand an, fühlt man ungewohnt viel zug nach unten. Sitz man jedoch drauf spürt man von dem Gewicht nichts mehr – auch nicht in Steigungen.

Mir als Langbein ist die Bregrenzung der Rahmengröße auf maximal 60 cm ein kleines Ärgernis. Somit zwing mich das Bike eine recht sportliche Sitzüberhöhung zu fahren. Ich werde auch nicht jünger. Meine von der Straße gewöhnte Sitzhöhe lässt sich mit der mitgelieferten Sattelstütze nicht erreichen. Die Maximalmarkierung begrenzt die Sattelhöhe einen Zentimeter unterhalb meines üblichen Maßes. Stört aber bislang nicht weiter.

Ungewohnter waren zunächst diese 175 mm kurzen Stummel-Kurbeln. Meine Füße rotieren auf der Straße und während Triathlons mit einen 180 mm Radius. Insbesondere bei steilen Anstiegen macht sich der kürzere Hebel bemerkbar. Andererseits würde ich bei engen Kurven, wie bei Crossrennen üblich, kaum noch wenden können. Des Weiteren fühlten sich höhere Trittfrequenzen auf Asphaltpassagen sehr gut damit an. Sollte ich die 180 mm an meinen anderen Rädern überdenken?

Etwas Kritik sei mir erlaubt. Da ich meine Handschuhe vergessen hatte, fiel mir das etwas zu rutschige Lenkerband auf. Dies ist durch ein vernünftiges zu ersetzen. Naja, wenn das alle Mängel sind…

Zum Rest braucht man nicht viel zu Schreiben. Die Ultegraschaltung und STIs versehen ihren Dienst – auch bei leichtem Kontakt zu etwas Staub, siehe Bild.

Für den nächsten Ausritt muss ich noch eine Klingel montieren, um diese Mountainbiker mit ihrem wirklich schweren Schaukelpferdchen vor Ihrer nahenden Demütigung zu warnen 😉

Geiles Teil!

Ein Gedanke zu „Stevens Vapor

  1. Hallo

    Soeben wurde mir ein gebrauchtes, fast neuwertiges, Vapor 2012 zugestellt. Ich habe das 2012 Modell dem neuen Modell aufgrund der zahlreichen Berichte über die Klappergeräusche vorgezogen. Es gibt mehrere kleine Verbesserungen im 2013, wie .zB. die innenverlegten Züge in der Gabel und die neuen von dir bereits beschriebene Scheibenbremse.

    Ich wünsche Dir viel Spass, Freude und viele gute Kilometer mit deinem neuen Vapor.

    Sportliche Grüsse aus der Schweiz
    Mike

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